ALEX GRÄBELDINGER – Verloren im Weltall, verwahrlost auf Erden

Buch

Der fantastische Alex Gräbeldinger hat ein neues Buch veröffentlicht. “Verloren im Weltall, verwahrlost auf Erden” heißt es und ist wieder einmal großartig geworden.

Als der Spätsommer so richtig heiß und trocken war, war ich mal wieder auf einer langen Runde mit unserer Hündin Bailey im Wald unterwegs. Teilweise wirbelten unsere Schritte Staub auf, so trocken war es. Und doch fand Bailey im tiefsten Unterholz, dort wo fast nie ein Sonnenstrahl hinfällt, dieses eine Schlammloch, dass der Trockenheit widerstanden hatte, und wälzte sich mit Wonne darin. Mich erinnert diese Episode an Alex Gräbeldinger, denn er hat eine ähnlich gute Spürnase wie mein Hund – nur das Alex keine Schlammlöcher findet, sondern Fettnäpfchen. Sollte es nur den Hauch einer Chance geben, dass es in Alex Nähe ein Fettnäpfchen gibt, Alex wird es finden und tritt hinein.

Ich wollte das anfangs nicht glauben, als ich damals seine ersten Kolumnen las. Ich fragte mich immer, wie viel davon wirklich passiert ist und wie viel seinem kreativen Kopf entsprungen ist. Heute weiß ich, nachdem ich Alex persönlich kennengelernt habe und die große Freude hatte, mehrmals mit ihm gemeinsam lesen zu dürfen: es ist alles wahr! Alex ist wirklich so, wie er sich in seinen Kolumnen beschreibt. Ein bisschen verpeilt, ein wenig schüchtern, aber der sympathischste Kerl, den es gibt! Und auch der Offenste. Denn Alex teilt mit den Lesern Dinge, die andere, wenn überhaupt, nur ihren engsten Freunden anvertrauen würden, aber nicht der halben Welt.

Seine neueste Kolumnensammlung “Verloren im Weltall, verwahrlost auf Erden” macht da keine Ausnahme. Sie enthält Kolumnen von 2011 bis 2017. Wer also wissen will, welche Kolumne in der Februar-Ausgabe des Ox erscheinen wird, kann hier schon einmal vorlesen. Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Bänden, sind dieses Mal auch zwei Interviews mit Alex abgedruckt sowie Kolumnen von Christopher Parkinson und H.C. Roth über die gemeinsame Ox-Lesereise. Das ergänzt die Texte von Alex prima und fügt sich gut ein ins Buch.

LESEPROBE

“Verloren im Weltall, verwahrlost auf Erden” ist wieder einmal eine unterhaltsame Reise durch aktuelle und vergangene Peinlichkeiten und Fehltritte aus Alex’ Leben, bei der einem gegen Ende des Buches das Lachen allerdings ein ums andere Mal stecken bleibt. Denn die Ehe, deren Schließung in Bald ist Weltuntergang, bitte weitersagen!begossen wurde, ist mittlerweile in die Brüche gegangen. Das hat Alex so sehr aus der Bahn geworfen, dass “Verloren im Weltall, verwahrlost auf Erden” mit einem Therapietagebuch aus der psychiatrischen Klinik endet. Auch das beschreibt Alex offen und mit viel Witz und Charme. Ich wünsche ihm trotzdem, dass ihm künftige Klinikaufenthalte erspart bleiben werden. Denn lieber lese ich wie er sich bekifft in die Hose geschissen hat, besoffen mit der S-Bahn im Kreis fährt oder zur Steigerung der Agressivität Roxette hört. Mit anderen Worten: “Verloren im Weltall, verwahrlost auf Erden” gehört in jede gut gepflegte Punker-Bibliothek!


alex_graebeldinger_verloren_im_weltall_verwahrlost_auf_erdenFormat: Buch

Verlag: Tante Guerilla

Autor Website: www.alex-graebeldinger.de/

Verlags Website: www.tanteguerilla.com

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Falk Fatal

Lügenbaron, Tunichtgut, Aushilfsmisanthrop. Zudem Herausgeber des fulminant-famosen Fanzines Der gestreckte Mittelfinger, Sänger der Oldiepunkband FRONT und Gelegenheitsschmierfink für diverse Schundpublikationen. Mimt hier eine Hälfte der Chefredaktion.
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