All Rooms Festival in Runde 2

Das bedeutet nicht nur zwei Jahre All Rooms, sondern auch die Chance für euch, die Entdeckungen des Jahres der von Timi und Stefan auch für euch selbst entdecken zu können. Das wird ein grandioses Ding, und ihr solltet euch das keinesfalls entgehen lassen!

Davon abgesehen ein netter Anlass etwas mehr über die beiden Rädelsführer Timi und Stefan zu erfahren. Film ab:

Was hat euch dazu bewegt All Rooms zu gründen? Ich meine die Besucherzahlen auf Liveshows sind schon seit einiger Zeit eher rückläufig. Es gehört doch schon eine gehörige Portion Idealismus und Leidenschaft dazu, um so etwas zu stemmen.

Timi: Der Umstand der Rückläufigkeit bzgl. Liveshows mag zum Teil stimmen. Genau hier kommt aber die von dir angesprochene Leidenschaft ins Spiel.

Wir haben beide reichlich Erfahrung in Sachen Musikerdasein, durch die Gegend touren etc. – kennen also die Bedürfnisse der Künstler und verstehen Zusammenhänge hinter den Kulissen. Zu Beginn nahmen wir uns bekannten Bands und Projekten an, deren Musik wir mochten und bei denen wir wussten, dass ein wenig Hilfe nötig sei, um sie auf entsprechende Bühnen zu bekommen. Gegenwärtig machen wir das noch immer. Was sich seit damals getan hat – heute haben wir ein gutes Netzwerk und ein starkes Artistroster, in welchem wir großes Potenzial sehen. Die Idee ist nach wie vor dieselbe, nämlich gemeinsam mit den Künstlern zu wachsen. Wir lieben das, was wir hier tun und sind mit voller Leidenschaft dabei. Egal was die Statistik sagt, wir denken, dass sich gute Musik durchsetzen wird und ihr Publikum findet.

Von Timi weiß ich, dass er auch in einer Band spielt. Er kennt also auch die andere Seite der Medaille. Aber wie bist du in die ganze Sache geraten Stefan?

Stefan: Auch ich bin Musiker, mittlerweile weniger aktiv, aber habe auch in Bands gespielt und kann mich gut in die Lage unserer Musiker hineinversetzen und in ihrem Sinne das Beste herausholen. In meinen damaligen Projekten habe ich mich schon gerne um Booking und Organisation gekümmert. Auch vor ALL ROOMS habe ich als Showmanager gearbeitet. Irgendwann kam der Wunsch auf, ein eigenes Baby groß zu ziehen.

Im wahren Leben habt ihr beiden ja immer noch einen richtigen Job. Kommt man da manchmal nicht in Situationen, wo man denkt, dass einem die die ganze Sache über den Kopf wächst?

Timi: Dieser Gedanke ist natürlich nicht neu für uns. Häufig gibt es Situationen, die eine organisatorische Meisterleistung erfordern und die Doppelbelastung ist deutlich spürbar. Im Grunde haben wir zwei Jobs, einer eine eigene Band, Uni und Privatleben – da wird der Terminkalender zu deinem besten Freund. Immer mehr keimt der Gedanke auch auf, den Job an den Nagel zu hängen und sich mit der Agentur auf feste Beine zu stellen. So eine Entscheidung fällt man aber nicht nebenbei und sie hängt natürlich von diversen Faktoren ab. Dennoch glaube ich, dass wir da auf einem sehr guten Weg sind.

Wieviele Bands habt ihr mittlerweile bei euch auf dem Roster? Ich erinnere mich als ich euch damals mit Reno Divorce kennengelernt habe, waren es ja gerade einmal eine handvoll Bands die auf der Website aufgeführt waren. Mittlerweile hab ihr jedoch ganz kräftig zugelegt. Wo seht ihr euch in, sagen wir mal in weiteren zwei Jahren. Was sind eure Pläne?

Timi: Bis Jahresende werden wir zehn Künstler fest und für eine längerfristige Zusammenarbeit im Roster haben und betreuen. Darüber hinaus gibt es noch Projekte, die wir für einzelne Shows oder Touren betreuen. Weiterhin veranstalten wir auch selbst hin und wieder Konzerte, wie beispielsweise kommendes Wochenende unser ALL ROOMS FESTIVAL im Badehaus Berlin. Damit ist unser mögliches Arbeitspensum erreicht. Wir wünschen uns sehr, dass wir in zwei Jahren noch mehr Künstler betreuen können und uns voll und ganz auf die Agentur konzentrieren können.

So sehen die aus, die Purschen

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Die ist ein Gastbeitrag des großartigen Rudy Smartshit

Bocky

Bocky

Aus dem Pfälzer Wald getrieben, schaffte es Bocky gerade über den Rhein bis nach Mannheim. Ende der Neunziger konnte er sich bis 2004 nicht entscheiden, ob er mit seinen Freunden lieber das Fanzine Pogo Presse veröffentlicht oder Punkkonzerte, Lesungen und Parties organisiert. Kurzerhand hängte er beides an den Nagel, um sich bald danach auf das Punkrock!-Zine zu konzentrieren. Doch nach knapp zehn Jahren und 24 Ausgaben wird dieser geile Lappen ebenfalls eingestellt. Nun markiert er erneut den Zampano aus der Asche.
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