DJANGO S. – Mund auf, PU-Schaum!

Ska-Punk

Ska-Punk? Bläser-Punk? Mundart-Punk? Egal, wie man die Musik von Django S. auch nennen mag, ihr zweites Album “Mund auf, PU-Schaum!” ist ein Volltreffer! 

Scheiße, ist Falco nicht tot? War das nicht ein Österreicher? Und überhaupt, der hat doch keinen Punk gemacht? Das sind so die ersten Fragen, die nach den ersten Songs dieser Scheibe genauso zwangsläufig aufpoppen wie fünf bis zwölf Flaschen Bier. „Mund auf, PU-Schaum!“ heißt das Teil und es steckt kein toter Schluchtenscheißer dahinter, sondern sieben septische, quicklebendige Bajuwaren namens Django S.

Keine Ahnung, ob das noch als Ska-Punk durchgehen kann oder soll. Irgendwas in der Art ist es wohl, garniert mit bayrischer Mundart, Balkan-Beat und mächtig viel ansteckender Energie. Soll halt der Fachverkäufer entscheiden, wo er diese CD ins Regal einsortiert – bei mir landet sie dort in nächster Zeit eh nicht! Fest steht: Django S. haben eine Message, aber keinen erhobenen Zeigefinger; sie haben Stil, aber keinen aufgesetzten; und sie haben mit ihrem zweiten Album einen Volltreffer gelandet. Endlich ein Argument, warum man keine Mauer um Bayern bauen sollte. Wem das nicht gefällt, der gehört mit der Scheißbürstn ausgeschlogn. 


Info

Format: CD

Label: F.A.M.E. Artist Recordings

Band Website: www.suridjangos.de

Label Website: http://new.fame-recordings.de

Tilmann Ziegenhain

Tilmann Ziegenhain

Der leicht adipöse Mittdreißiger kann von vielem etwas, aber nichts richtig und hatte damit die besten Voraussetzungen, um irgendwas mit Medien zu machen. Wenn er nicht in Mannheim als Redakteur arbeitet, studiert er in Frankfurt, lebt in Darmstadt oder fällt in seinem Geburtsort Wiesbaden rum.
Hätte er mehr Zeit, würde er gerne Sütterlin und Blues Harp lernen – oder öfter die Rüsselspringer im Zoo besuchen. Weil er aber immer noch nicht das Zehnfingersystem beherrscht, hat er keine.
Eine der letzten ungeklärten Fragen unserer Zeit ist ihm zufolge, wie Vegetarier eigentlich zu fleischfressenden Pflanzen stehen.
Nachdem er heute zum ersten Mal in der dritten Person über sich geredet hat, fragt er sich außerdem, ob es nicht Zeit für einen Künstlernamen wäre.
Tilmann Ziegenhain

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