GREY CITY PASSENGERS – s/t

Punkrock

Die Grey City Passengers dürften mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum Johnny-Thunders-Verehrern Freudentränen in die Augen treiben.

Die Grey City Passengers sind ein Rock’n’Roll-Quartett aus Berlin, das, wenn ich mich nicht irre, aus vier Exil-Italienern besteht. Vor einigen Jahren hatte die Band, wenn auch in anderer Besetzung, eine Single veröffentlicht, über die ich schrieb: “Die beiden Songs “Hot Cold” und “Back to you” haben den Glam der New York Dolls, die Rotzigkeit der Heartbreakers und den Groove der Flamin’ Groovies. Wer immer also eine Vorliebe für den New Yorker Punkrock der 1970er Jahre hat, wird mit der Single nichts falsch machen. Ein schönes Teil.”

Im Grunde genommen ließe sich dasselbe auch über das neue selbstbetitelte Album der Grey City Passengers sagen. Die Band um Sänger Fab Cirotti spielt einen Sound, der selten geworden ist in der heutigen Zeit: Dreckiger Rock’n’Roll-Punk. Die zehn Songs klingen schwer nach dem New York der 1970er Jahre, sind dennoch abwechslungsreich genug, um nicht irgendwann zu langweilen. Mal klingt es ein bisschen mehr nach Heroin Chic wie etwa bei “aim at pleasure”, mal klassisch treibend wie in “lola” oder mit ganz viel Rhythmus und Groove und tanzbar ohne Ende wie in “hypothetical life”.

Die zehn Songs zeigen eine Band, die vor Spielfreude nur so strotzt ohne sich dabei in nervigem Gepose zu verlieren. Das macht Freude beim Hören und lässt erahnen, wie energetisch die Liveshows sein dürften. Hoffentlich führt eine Tour sie demnächst einmal ins Rhein-Main-Gebiet. Würde mich freuen, denn “s/t” der Grey City Passengers ist definitiv ein gutes Album!


Info

Format: CD/LP

Label: Off Label Records

Band Website: https://de-de.facebook.com/GreyCityPassengers/

Label Website: www.offlabelrecords.de/

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Falk Fatal

Lügenbaron, Tunichtgut, Aushilfsmisanthrop. Zudem Herausgeber des fulminant-famosen Fanzines Der gestreckte Mittelfinger, Sänger der Oldiepunkband FRONT und Gelegenheitsschmierfink für diverse Schundpublikationen. Mimt hier eine Hälfte der Chefredaktion.
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