JAYA THE CAT – A Good Day For The Damned

Punky-Reggae

Foto: Svenja Klemp
Foto: Svenja Klemp

Jaya the Cat veröffentlichen mit “A Good Day for the Damned” ein neues Album. Unser Autor Tilmann Ziegenhain hat es auf Herz und Nieren getestet.

Auch fünf Jahre nach dem letzten Longplayer und ungezählten Shows zeigen die bekennenden Hedonisten Jaya the Cat keine Ermüdungserscheinungen. „A Good Day For The Damned“ heißt das 13 Tracks plus zwei Boni starke neue Album. Und einmal mehr haben die vier Mannen um Mastermind und Line-up-Konstante Geoff Lagadec diese ganz spezielle Melange aus Punk, Ska und Reggae angerührt; die findet gerade bei denen viele Fans, die mit jedem dieser Genres für sich nicht immer viel anfangen können.

Jaya the Cat klingen eben nicht wie Rancid in Turnschuhen und bringen ihre Message nicht so plakativ rüber wie Ska-P – die man ja selbst ohne Spanischkenntnisse versteht. Was in einem guten Cocktail die Stufen sind, sind für Jaya the Cat ihre musikalischen Einflüsse. Und die bringen sie nicht nur authentisch, sondern auch innovativ rüber: Ihr Punk muss nicht immer rotzig, ihr Offbeat nicht nur Sunshine Reggae sein. Geschichten erzählen können sie sowieso. Die berichten auch auf ihrem jüngsten Werk von der Liebe zum Feiern und Leben im Allgemeinen („Sweet Eurotrash“), zu bestimmten Personen im Besonderen („Fucking In Love“) und zu ihrer Wahlheimat „Amsterdam“ (neben dem Frontmann ist auch der Drummer Exil-Amerikaner). Und auch für die Schattenseiten und Unwägbarkeiten der Existenz ist Platz („A Rough Guide To The Future“).

Derzeit tingeln sie – wie könnte es anders sein? – von Bühne zu Bühne. Dass man sich das nicht entgehen lassen soll, kann ja als bekannt vorausgesetzt werden.


Info

Format: CD/LP/DL

Label: Destiny Records/Bomber Music

Band Website: http://jayathecat-band.com/

Label Website: www.destiny-tourbooking.com/records.html & www.bombermusic.com/

Tilmann Ziegenhain

Tilmann Ziegenhain

Der leicht adipöse Mittdreißiger kann von vielem etwas, aber nichts richtig und hatte damit die besten Voraussetzungen, um irgendwas mit Medien zu machen. Wenn er nicht in Mannheim als Redakteur arbeitet, studiert er in Frankfurt, lebt in Darmstadt oder fällt in seinem Geburtsort Wiesbaden rum.
Hätte er mehr Zeit, würde er gerne Sütterlin und Blues Harp lernen – oder öfter die Rüsselspringer im Zoo besuchen. Weil er aber immer noch nicht das Zehnfingersystem beherrscht, hat er keine.
Eine der letzten ungeklärten Fragen unserer Zeit ist ihm zufolge, wie Vegetarier eigentlich zu fleischfressenden Pflanzen stehen.
Nachdem er heute zum ersten Mal in der dritten Person über sich geredet hat, fragt er sich außerdem, ob es nicht Zeit für einen Künstlernamen wäre.
Tilmann Ziegenhain

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