JAYA THE CAT – Basement Style

Debüt Re-Release

Yeah, endlich ein neues Album dieser ursprünglich amerikanischen, aber irgendwann nach Amsterdam übergesiedelten Ausnahmekapelle? Leider nein, es handelt sich nur um ein Re-Release des Debüts von 2001. Wobei, was heißt hier nur? Das Original ist schwer zu bekommen – oder besser gesagt: nur hochpreisig. Und nun gibt’s „Basement Style“ sogar erstmals als schweres 180-Gramm-Vinyl. Danke also an das kleine, aber feine Münsteraner Label des umtriebigen Claas König (u. a. Rampires), der höchstpersönlich das neue Artwork entworfen hat. Auch wenn vier der 18 Songs bereits auf „O Farell“ (2013) drauf waren, freut sich der Connoisseur. Denn Jaya The Cat klingen auch hier, wie einzig und allein Jaya The Cat klingen. Es ist diese einmalige Mischung aus Punk, Reggae und Hip-Hop-Anleihen, mit der die Jungs um Frontmann Geoff sich über die Niederungen unseres Alltags auslassen, aber auch die Freude am Leben predigen – und am Feiern. Vor allem am Feiern.

Fans werden sich wohl noch gedulden müssen, bis es nach dem phänomenalen „New International Sound Of Hedonism“ von 2012 ein echtes neues Album mit echt neuen Songs gibt – der Band sagt man nicht unbedingt nach, fleißig zu sein. Wobei: Auf Tour sind sie derzeit immerhin wieder ausgiebig, auch in unseren Gefilden. Wer kann, sollte sich das nicht entgehen lassen – immer ein Heidenspaß und die Tourdaten findet ihr, wenn ihr unten auf die Webseite der Band weiterklickt! Mittlerweile ist von der originalen Besetzung zwar nur noch Geoff dabei, aber die Nachkommen haben nicht nur mindestens genauso schöne Bärte wie er: Sie alle sind ebenso echte Rampensäue und Garanten für schweißtreibende Shows.


Info:

Format: CD/LP/MC/Download

Label: Ring Of Fire Records

Band: Jaya The Cat

Tilmann Ziegenhain

Tilmann Ziegenhain

Der leicht adipöse Mittdreißiger kann von vielem etwas, aber nichts richtig und hatte damit die besten Voraussetzungen, um irgendwas mit Medien zu machen. Wenn er nicht in Mannheim als Redakteur arbeitet, studiert er in Frankfurt, lebt in Darmstadt oder fällt in seinem Geburtsort Wiesbaden rum.
Hätte er mehr Zeit, würde er gerne Sütterlin und Blues Harp lernen – oder öfter die Rüsselspringer im Zoo besuchen. Weil er aber immer noch nicht das Zehnfingersystem beherrscht, hat er keine.
Eine der letzten ungeklärten Fragen unserer Zeit ist ihm zufolge, wie Vegetarier eigentlich zu fleischfressenden Pflanzen stehen.
Nachdem er heute zum ersten Mal in der dritten Person über sich geredet hat, fragt er sich außerdem, ob es nicht Zeit für einen Künstlernamen wäre.
Tilmann Ziegenhain

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