Joyride – Tape

Hannovers letzte HC-Hoffnung

Es ist ein paar Tage her, da meldete sich mit Mupe ein alter Bekannter aus Hannover und fragte, ob ich nicht Lust hätte das Tape seiner neuen Band Joyride zu besprechen. Klar hatte ich das. Schließlich habe ich an den Kerl eine durchweg feine Erinnerung. Kennengelernt hatte ich ihn 2000 auf den Chaostagen, als er unserer als Flip-Flop-Rappern verkleideter Reisegruppe übers Wochenende Unterschlupf gewährte. Es dauerte nicht lange, als er mit seiner zumindest mir bekannten ersten Band Metasystox im Mannheimer JUZ aufkreuzte und uns den damaligen Hit Haste mal ne Mark um die Ohren schmetterte. An den grindlastigen HC-Punk-Nachfolger Toxic Avenger kann ich mich auch noch recht gut erinnern, weil da auch mindestens zwei Gastspiele in der Kurpfalz zu buche stehen. Die letzte Band von der ich weiß, sind T-34, die es in entsprechenden Kreisen zu nem gewissen Bekanntheitsgrad gebracht haben.

Natürlich hat es auch einen Grund wieso ich diese ausführliche Einführung in meine Bekanntschaft mit Mupe mache. Nämlich um zu verdeutlichen, wie lange sich der gute Mann schon auf dem deftigen Pfad der Musiklandschaft bewegt und dementsprechend genau weiß, was er und seine Mitstreiter da vollführen. Denn auch die anderen vier Joy-Rider haben eine ähnliche Vergangenheit – Franz Wittich (Punk ist das Geilste!), Cave Canem, Ruined Hands, etc. Auf dem Tape rappelt es acht mal knapp um den Minutentakt auf allerderbste Art. Selbst beschreiben sie sich als Hannovers allerletzte Hardcore-Hoffnung oder werden mal als Support von Hammerhead als Dreckspunks betitelt. Ich für meinen Teil, komme mit beidem klar. Für mich ist es deutlich krasser und deftiger als alles, was man so in der Regel als Hardcorepunk angeboten bekommt, da der Gesang ein gutturales Monster ist. Hin und wieder macht sowas zwei- bis dreimal hintereinander gehört, so richtig schön den Kopf frei. Ey Mupe, danke für das Magnetband.


Info:

Format: Tape

Kontakt: Joyride

Kaufbar bei: Spastic Fantastic

Bocky

Bocky

Aus dem Pfälzer Wald getrieben, schaffte es Bocky gerade über den Rhein bis nach Mannheim. Ende der Neunziger konnte er sich bis 2004 nicht entscheiden, ob er mit seinen Freunden lieber das Fanzine Pogo Presse veröffentlicht oder Punkkonzerte, Lesungen und Parties organisiert. Kurzerhand hängte er beides an den Nagel, um sich bald danach auf das Punkrock!-Zine zu konzentrieren. Doch nach knapp zehn Jahren und 24 Ausgaben wird dieser geile Lappen ebenfalls eingestellt. Nun markiert er erneut den Zampano aus der Asche.
Bocky

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