MUTANT REAVERS – Secrets Of The Cyborg Crypt

Horror-Psycho-Punk

Horrorpunk habe ich nie so ganz verstanden. Ist das wirklich ein eigenständiges Genre, also mit einer halbwegs trennscharf erkennbaren Fanbase? Ich stelle jedenfalls immer wieder erstaunt fest, dass Horrorpunk irgendwie selbstständig neben dem Psychobilly zu bestehen scheint. Musikalisch ist es vielleicht etwas näher an Punk und Metal als am Rock ’n’ Roll. Aber textlich plündern nicht nur die Mutanten-Räuber, um die es hier geht, altbekannte Gefilde, die auch die Psychos mögen: Nämlich Horror und B-Movie-Trash in allen Spielarten. Wenn also Bands wie Banane Metalik auf dem Satanic Stomp spielen können, könnte diese Band es auch.

Nennen wir es nun Psychobilly, Horrorpunk oder sonst wie: Dafür, dass die vier Mannen erst seit Ende 2014 zusammen spielen, klingt’s schon ziemlich gut. Nach und nach lüften wir die „Secrets Of The Cyborg Crypt“: Nachdem wir unter anderem die „Mother Of The Morlocks“ kennengelernt und etwas „Terror In Tentacle Bay“ veranstaltet haben, ist der Spaß nach fünf weiteren Songs und insgesamt gut 20 Minuten auch schon wieder rum. Bock auf ein kleines bisschen Horrorshow? Schaut euch den Clip von „Give Me Back My Holotape“ an! Ich reiß dann jetzt mal jemandem den Kopf ab und stell ihn in meinen Kühlschrank. Da klebt schon ein Aufkleber dieser Kieler Kapelle.


Info:

Format: CD

Label: DIY

Band: Mutant Reavers

Tilmann Ziegenhain

Tilmann Ziegenhain

Der leicht adipöse Mittdreißiger kann von vielem etwas, aber nichts richtig und hatte damit die besten Voraussetzungen, um irgendwas mit Medien zu machen. Wenn er nicht in Mannheim als Redakteur arbeitet, studiert er in Frankfurt, lebt in Darmstadt oder fällt in seinem Geburtsort Wiesbaden rum.
Hätte er mehr Zeit, würde er gerne Sütterlin und Blues Harp lernen – oder öfter die Rüsselspringer im Zoo besuchen. Weil er aber immer noch nicht das Zehnfingersystem beherrscht, hat er keine.
Eine der letzten ungeklärten Fragen unserer Zeit ist ihm zufolge, wie Vegetarier eigentlich zu fleischfressenden Pflanzen stehen.
Nachdem er heute zum ersten Mal in der dritten Person über sich geredet hat, fragt er sich außerdem, ob es nicht Zeit für einen Künstlernamen wäre.
Tilmann Ziegenhain

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