NO°RD – Dahinter die Festung

Deutschpunk

NO°RD veröffentlichen mit “Dahinter die Festung” ein düsteres Debütalbum, das mich leider nicht packt.

Zunächst einmal: Wie spricht man den Namen aus? Nord, Nörd, Nogradrd oder doch ganz anders? Letztendlich ist es ja auch egal. Ihr wisst ja, Namen sind Schall und Rauch und so. Kommen wir also zur Musik der fünf Jungs aus Dortmund und Münster. Die ist flotter Emopunk, der mich vor allem durch den hohen Gesang etwas an Duesenjaeger erinnert. Und ähnlich wie Duesenjaeger vermitteln No°rd dieses Gefühl von Sehnsucht und Aufbruch, dieses unbestimmte: “Woanders ist es vielleicht auch nicht besser, aber anders”. Dieses Rastlose, hauptsache in Bewegung bleibende, suchende und auch mal zweifelnde, findet sich auch bei NO°RD. Die Texte sind meist kurze Geschichten, manche kryptischer als andere, selten wirklich konkret, meist melancholisch und düster. Doch Gefühle sind selten konkret, wenn es sich nicht gerade um Hass handelt. Sie sind oft ein Tasten und Forschen nach dem richtigen Ausdruck.

Also eigentlich sind NO°RD genau mein Ding. Doch irgendwie werde ich mit der Platte nicht warm. Das Quintett macht keine groben Schnitzer, hat kein schlechtes Lied auf dem Album und doch plätschert die Scheibe vor sich hin und packt mich nicht. Vielleicht muss ich mir das Album einfach noch einmal mit etwas Abstand anhören. Vielleicht packt es mich dann.


Format: LP/digital

Label: Kidnap Music

Band Website: www.facebook/nordpunk

Label Website: www.kidnapmusic.de

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Falk Fatal

Lügenbaron, Tunichtgut, Aushilfsmisanthrop. Zudem Herausgeber des fulminant-famosen Fanzines Der gestreckte Mittelfinger, Sänger der Oldiepunkband FRONT und Gelegenheitsschmierfink für diverse Schundpublikationen. Mimt hier eine Hälfte der Chefredaktion.
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