Outrage stellt Ihr neues Album “Villa Rotenburg” in der Villa Rotenburg vor

Wie kommt es dazu das eine französische Ska-Punk Band, Ihr neues Album auf den Namen eines kleinem DIY Schuppen in der norddeutschen Provinz tauft?

Das liegt zum einen an der recht einmaligen und speziellen Location der Villa Rotenburg. Ein ehemaliges kleines, und Klein ist wirklich wörtlich zu nehmen, Lagerhaus welches in der Vergangenheit auch schon als Sex-Shop seine Dienste verrichtete und so gar keine Villa ist. Hier bleiben die Künstler im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Teppich, den eine Bühne gibt es in dem ca. 50 qm großen Kellerraum nicht. Artist und Publikum stehen sich hier Auge in Auge gegenüber und wenn es so richtig voll ist, muss man sich einfach gut riechen und leiden können. Hier treffen die Bands auf Menschen, die jenseits von großstädtischen Szeneklüngel und eine durch Überangebot geprägte Coolness stehen. Es wird intensiv, fast intim, meist bis in die frühen Morgenstunden hinein, zusammen gefeiert, gekickert, getrunken…! Diese Erfahrung haben Outrage bereits im Oktober 2014, als Sie das erste mal in der Villa zu Gast waren, gemacht und wie betonte die Band mehrfach während Ihrer Ansagen…es war ein sehr spezielles Erlebnis. Was liegt also näher wie die neue Scheibe Rotenburg Villa zu nennen und auch gleich noch eine Aufnahme Ihres Auftritts in der Villa für das Cover zu verwenden.

Aber nun genug von der Villa, darüber später einmal mehr und zu dem eigentlichen Hauptakt des Abends….Outrage.

Ich habe die Band jetzt zum dritten mal Live gesehen und sie waren wie jedes mal über jeden Zweifel erhaben. Da wird auf kleinsten Raum gehüpft ,gesprungen und trotz konzentrierter Professionalität mit einer unbändigen Freude und Spaß gespielt das selbst ich als chronischer Nichttänzer anfange mich zu bewegen. Die Franzosen mischen traditionelle Chanson, mit Ska und Punk, interpretieren Lieder wie „Bei mir bist du schön“ aus den Zwanzigern und scheuen auch vor fast Schützenfest tauglichen Stücken nicht zurück. Ich bin ja was derlei angeht sehr ambivalent unterwegs. Zuhause wird die Scheibe bei mir verstauben, aber Live ist die Band für mich der Hammer, denn Sie schaffen es das Publikum mit viel Spielfreude zu fesseln und machen einfach nur Spaß.

Kurz und Gut….es war ein geiler Abend.


Mehr von Piet

Homepage: blackwork – photographie und design

facebook: blackwork.photographie

 

Piet Diercks

Piet Diercks

Als eingefleischter norddeutscher Torfkopf in einem 25 Häuser zählenden Dorf, nahe der Kleinstadt Verden /Aller, zwischen Plattdeutsch, Landjugend und Doppelkopf aufgewachsen. Bis auf ein 2.5 Jähriges Intermezzo in der „Großstadt“ Bremen der Norddeutschen Provinz treu geblieben verbindet Piet seit mehreren Jahren zwei seiner größten Leidenschaften, die Photographie und die Musik. Als blackwork ist Piet auf zahlreichen Konzerten und Festivals im vornehmlich Norddeutschen Raum mit der Kamera unterwegs …was liegt also näher wie es auch mal mit dem schreiben bei Polytox zu versuchen.
Piet Diercks

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*