Punkrock in Bangkok

Food Not Bombs Thailand

Nach gut drei Wochen in Thailand, unter Backpacker-Volk, lieblich paradiesischen Stränden, Beschallung mit Thai-Pop und Chart-Musik, wurde es mal wieder Zeit für ordentlich was auf die Ohren und normale Menschen.

So hat es mich zu einer Punk-Hardcore Benefizveranstaltung in die Immortal Bar in Bangkok verschlagen. Ich hatte mich bereits vor der Reise ein wenig im World Wide Web umgesehen, wo in Bangkok Punk-Konzerte und dergleichen stattfinden. Denn dass es eine Szene gibt, war klar, da bereits vor 24 Jahren mir immer mal wieder Punks über den Weg gelaufen sind, als ich das letzte mal in Bangkok war. So bin ich auf die Veranstaltung PUNX NOT BOMBS gestoßen. Die Veranstalter von FOOD NOT BOMBS – THAILAND, hinter denen einige in Bangkok lebende Farangs (in Thailand der Ausdruck für dort Lebende mit weißer Hautfarbe) und Thai-Punks stecken, haben sich zum Ziel gesetzt die Einnahmen aus der Veranstaltung in Form einer Essensausgabe für Obdachlose Menschen weiterzugeben. Dazu wurden T-Shirts verkauft und auch der Eintritt geht komplett in diese verdammt gute Sache. Um es vorweg zu nehmen, es war ein voller Erfolg. Am Sonntag wurde Essen für über 10.000 Bath (ca. 260 € ) an sehr viele Bedürftige an der Hua Lamphong Railwaystation ausgegeben.

Das Konzert fand in der Immortal Bar statt. Ein kleiner Club in dem öfter Veranstaltungen zwischen Metal, Punk, Hardcore und Hardrock stattfinden. Die Szenen gehen hier anscheinend eh eher fließend ineinander über und vermischen sich. Das Publikum bestand ca. zu 2/3 aus Thais und 1/3 Farrangs, wovon viele schon jahrelang fest in Bangkok leben. So auch der US-Amerikanische Sänger der ersten Band COLD BLACK VINES, der mir erzählte, dass er bereits seit 14 Jahren in Bangkok lebt. Musikalisch ging es den Abend recht bunt zu. Oldschool-Punk, Metal-Core, Melodic-Punk, Hardcore … eigentlich für jeden was dabei und es wurde ausgiebig und in schönster Eintracht getanzt, gepogt und gemeinsam gesoffen. Ein großartiger Abendmit COLD BLACK VINES, THE GREED, HATE MONDAY, GOD HATES, JIMMY REVOLT und den THE DIE HARDS.


Info:

Wer Piet auf seiner mehrmonatigen Südostasien-Reise digital begleiten möchte, tut das auf seinem schicken Reiseblog.

Piet Diercks

Piet Diercks

Als eingefleischter norddeutscher Torfkopf in einem 25 Häuser zählenden Dorf, nahe der Kleinstadt Verden /Aller, zwischen Plattdeutsch, Landjugend und Doppelkopf aufgewachsen. Bis auf ein 2.5 Jähriges Intermezzo in der „Großstadt“ Bremen der Norddeutschen Provinz treu geblieben verbindet Piet seit mehreren Jahren zwei seiner größten Leidenschaften, die Photographie und die Musik. Als blackwork ist Piet auf zahlreichen Konzerten und Festivals im vornehmlich Norddeutschen Raum mit der Kamera unterwegs …was liegt also näher wie es auch mal mit dem schreiben bei Polytox zu versuchen.
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