Scheisse Minnelli – A 5th Of Skatehoven

Scheisse Minnelli fräsen mit dem Skateboard unter den Schlappen lässigsten Hardcore-Skatepunk in den Aspahlt.

Mal ohne Flachs, was soll man denn über diese Band schreiben, ohne völlig in Begeisterung zu verfallen, wenn man Frontmann Sam persönlich kennt? Denn daneben, dass er einer der nettesten Menschen im hiesigen Punkrock-Zirkus ist, ist er gleichzeitig eine der witzigsten Flitzpiepen weit und breit. Habt ihr beispielsweise schon einmal das Video gesehen, in dem die Band von Berlin zum Wilwarin-Festival fährt und dann … Nicht? Dann schaut da mal rein, bevor ihr weiterlest.

Ich denke ich habe nicht zu viel versprochen und erinnere mich dabei wie ich den Kerl kennenlernte. Das war vor einigen Jahren beim Mannheimer Pfingsfest als er schon mittags zwischen den vielen Straight-Edge-Leuten nicht mehr laufen konnte. Ein grandioses Szenario, das mir heute noch ein fettes Grinsen ins Gesicht zimmert (und nein ihr lieben Edgerlein, nicht wegen euch persönlich, sondern aufgrund der Situation).

Jetzt geht es ja aber eigentlich um eine neue Single-EP, der hardcorelastigen Frankfurter Oldschool-Skatepunks. Auf der teilweise colorierten 7´´-Inch befinden sich vier Tracks. Den Opener Love It Or Leave It kann man bereits kennen, da er vor rund fünf Wochen veröffentlicht wurde. Das dazu überaus gelungene Video, mit eindeutigem Statement gegen ein Leben in der USA, seht ihr etwas weiter unten – als ob die Band bereits wusste, wer gewählt wird. So gesehen bin ich auf den Text zu Bedtime For Bonzo gespannt. Denn darin spannt die Band sicher in irgendeiner Weise einen negativen Bogen zu Ronald Reagan. Denn den gleichen Titel trägt ein Film aus dem Jahre 1951, in dem der spätere US-Präsidenten einem Affen Moral beizubringen versucht. Das Lied dazwischen – Unwell – lasse ich mal außen vor und erwähne das Titel gebende A 5th Of Skatehoven, ein knackiges Instrumental am Ende der Single. Menschen mit Hang sowie Verständnis zu liebevollen und rattenscharfen Veröffentlichungen brauche ich diese Single sicher nicht mehr ans Herz zu legen. Allen anderen kann ich es gerne mit dem Holzhammer einbläuen: Das ist ein verdammt geiles Teil, von verdammt großen Typen.

Format: 7”, Digital

Band Website: Scheisse Minnelli

Label Website: Destiny Records

Bocky

Bocky

Aus dem Pfälzer Wald getrieben, schaffte es Bocky gerade über den Rhein bis nach Mannheim. Ende der Neunziger konnte er sich bis 2004 nicht entscheiden, ob er mit seinen Freunden lieber das Fanzine Pogo Presse veröffentlicht oder Punkkonzerte, Lesungen und Parties organisiert. Kurzerhand hängte er beides an den Nagel, um sich bald danach auf das Punkrock!-Zine zu konzentrieren. Doch nach knapp zehn Jahren und 24 Ausgaben wird dieser geile Lappen ebenfalls eingestellt. Nun markiert er erneut den Zampano aus der Asche.
Bocky

Letzte Artikel von Bocky (Alle anzeigen)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*