02.07.2022 – Pascow und Bubonix – Darmstadt/Oetinger Villa

Konzertbericht

Pascow und Bubonix – DarmstadtOetinger Villa
Fotos: Marco Capgras

„Das W-LAN zuckt hier nicht, hier pumpt die Bassdrum im Bauch!“. Mal ganz ehrlich: Welcher Menschenfeind hat sich eigentlich dieses Line-up ausgedacht? Es war beim letzten Besuch von Pascow in der Villa doch schon so unfassbar heiß – WARUM in aller Welt bucht man denn dann jetzt auch noch die großartigen Bubonix dazu?! Und so kam es dann natürlich auch wie es kommen musste…

Als Opener trat die in Limburg gegründete Band dem gemeinen Publikum schon mal gehörig in den Arsch und stellte unter Beweis, dass die Musiker auch im Jahr 2022 noch, oder wieder, ordentlich Spaß an der Sache haben. Die Ankündigung von Sänger Thorsten, im nächsten Jahr ein neues Album herausbringen zu wollen, zauberte den Leuten zusätzlich ein Lächeln ins Gesicht. Es war heiß, es war stickig und man fragte sich, wie das gleich noch weitergehen soll, wenn erst Pascow die Bühne entern. Zwischen den Bands musste erstmal ordentlich durchgelüftet werden und ich nutzte die Zeit, um mit den zahlreich erschienenen Leuten zu quatschen, die ich dank Corona, oder ihres Alters (haha) schon viel zu lange nicht mehr gesehen hatte. Ich hätte noch Stunden weiterquasseln können, aber drinnen ertönten die ersten Töne und Pascow machten „dieses Rattenloch zum besten Platz der Stadt“. Also rein durch die Hitzewand und ab ins Getümmel.

Wahnsinn, welche Hitdichte diese Band mittlerweile vorweisen kann und wie textsicher das Publikum agiert. Ich kann mich noch erinnern, wie ich mit meiner alten Band mal mit Pascow im Juz in Mörfelden/Walldorf vor 30 – 40 Hanseln und Hanselinnen spielte und die Hälfte von ihnen wahrscheinlich noch auf der Gästeliste stand. Heutzutage verkaufen sie die Villa in nullkommanix aus…und zwar hochverdient! Frau Wolf war auch wieder dabei, um bei Songs wie „Silberblick und Scherenhände“ originalgetreu zu unterstützen, was immer sehr geil kommt. In Bezug auf ihre kürzlich gespielten „etwas größeren“ Konzerte mit den Toten Hosen, sagte Sänger Alex ganz simpel mit Fingerzeig auf die Villa: „Hier kommen wir her und hier gehören wir hin!“. Mit dem Hinweis, dass jemand bitte mal beim Ruhrpott Rodeo im Hinblick auf ihren morgigen Auftritt anrufen soll, um Bescheid zu geben, dass Darmstadt sie zerrockt hat, verabschiedeten sich Pascow von der Bühne. Alles in allem ein wahnsinnig guter Abend, mit wahnsinnig guter Musik und wahnsinnig guten Menschen. Vielen Dank dafür!

Marco Capgras
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