Brot Zine #4

Fanzines

Brot Zine

Geil, geil, geil, die vierte Ausgabe des Brot Zines ist zwar schon ein paar Tage draußen, aber es ist die erste Ausgabe, die ich jemals in die Finger bekommen habe und ich muss sagen, ich bin begeistert! Ich habe ein neues Lieblingszine gefunden. Denn was Thommy und Yannig hier zu Papier bringen, gefällt mir richtig gut. Das Brot Zine hat die richtige Mischung aus Unterhaltung und Information. Es gibt Interviews mit Bands, die mir vor dem Lesen nichts gesagt haben, wie zum Beispiel Scooter Kids must Die, No Sugar, Snarg oder Black Cat Dub Federation, die ich aufgrund der Interviews dann aber mal ausgecheckt habe. Und vor allem die Black Cat Dub Federation ist eine echte Neuentdeckung für mich.

Neben besagten Interviews gibt es aber noch viel mehr in Ausgabe 4 des Brot Zines zu entdecken.

Welcher Verschwörungstheorie-Typ bist Du?

Mein Highlight ist der „Welcher Verschwörungstheorie-Typ bist Du”-Test. Das macht Spaß und lässt gleichzeitig an der Intelligenz der Menschheit zweifeln. Obwohl uns so viel Wissen zur Verfügung steht wie noch nie in der Menschheitsgeschichte, ist die Zahl der Menschen, die an hanebüchenen Unsinn glauben, vermutlich so groß wie seit dem Mittelalter nicht mehr (oder sogar größer angesichts der seitdem stark angewachsenen Menschenpopulation). Aber vermutlich ist Lachen auch das einzige, was gegen diesen Mist noch hilft. Aufklärung und Information haben ja scheinbar keine Chance.

Diskussionen und klare Meinung

Was das Brot Zine aber aus der Masse der mir aktuell bekannten Zine etwas hervorhebt, sind die Diskussionsbeiträge. Denn die Rolle, die heute Blogs, Foren und noch viel mehr Social Media übernommen haben, hatten noch bis in die frühen 2000er-Jahre Fanzines inne: Diskussionen und Streitigkeiten wurden vornehmlich in Zines oder Face-to-Face geführt. Und ein bisschen knüpfen Thommy und Yannig in Ausgabe 4 des Brot Zines daran an. Da wird zum einen auf einen Text zum Thema Gewaltlosigkeit im aktuellen Alleiner Threat Zine eingegangen (in dem ich auch mit einem Text vertreten bin) und dieser sehr stark kritisiert. Ebenfalls im Heft diskutieren Thommy und Yannig über Punk und Geld. Und vor allem diese Diskussion – obwohl sie ein Dauerbrenner der Szenediskussionen ist – finde ich spannend – kollidieren hier doch Idealismus und Sachzwänge. Eine finale, allgemein gültige Antwort gibt es natürlich nicht, denn dafür müssten die herrschenden Verhältnisse überwunden werden. Aber gerade deshalb ist es wichtig, diese Diskussion immer wieder zu führen und für sich selbst die passende Antwort zu finden.

Neben diesen Highlights gibt es noch zig weitere gute Artikel, Interviews oder Comics. Reviews und Festivalberichte dürfen auf den knapp 100 schön gestalteten A5-Seiten natürlich auch nicht fehlen und ich kann mich nur wiederholen: Das Brot Zine macht großen Spaß und ich hoffe die nächste Ausgabe lässt nicht so lange auf sich warten wie dieses Review. Mea culpa. 

Brot Zine

Info

Kontakt: brotfanzine[at]gmx.de 

Website: www.facebook.com/brotfanzine

Falk Fatal
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