Front und Le Thargo – Darmstadt/Oetinger Villa, 24.02.2018

Für eine handvoll Spucke

Ich bekomme ja für jeden Konzertbericht für das Polytox 150 Euro auf mein Konto überwiesen (Das war eindeutig mehr – Anmk. Der Redaktion). Jetzt stellt sich die Frage, wieviel ich wohl noch bekomme, wenn ich die Band vom Chef hier zerreißen würde? Ihr meint dass er den Bericht dann evtl. gar nicht online stellen würde? Falsch gedacht, es gibt ja noch den lieben Bocky in der Chefetage, der mir da sicher zur Seite stehen würde. Ach, eigentlich schade dass ich Front ziemlich gut finde. Berlin Diskret haben leider abgesagt, hätte ich mir sehr gerne mal in neuer Besetzung angeschaut. Dafür sprangen aber spontan die süßen Schnuffies von Le Thargo ein.

Das Konzert fand im Keller der Villa statt, was sich nach kurzer Enttäuschung meinerseits als gute Wahl rausstellte, denn so war der Konzertraum rappelvoll und schön kuschelig warm. Ich saß noch mit Kalli und Alonzo draußen und bekam erzählt, dass ich zwei Tage vorher nur knapp sieben gefüllten Bechern Bier entkommen bin, die mir meine Frau vom Terrorgruppenkonzert mitbringen wollte. Wäre ja ein toller Liebesbeweis, aber vielleicht nicht unbedingt unter der Woche nach Mitternacht. Obwohl, warum eigentlich nicht?

Front spielten schon den ersten Song, schnell rein und erstmal ´nem armen Kerl die Tür in den Rücken gerammt, weil´s so voll war. Aber nicht so schlimm, denn besagte Tür bekam ich im Laufe des Abends auch noch so einige Male in den Allerwertesten gedrückt. Die Herren aus Wiesbaden spielten viele bekannte Lieder, aber wohl auch welche vom bald erscheinenden Album, denn so manchen Song habe ich noch nie gehört. Die ollen Hits wurden von so manchem textsicher mitgesungen und je später der Auftritt desto tanzfreudiger die Gäste. Ich denke da wär’ sogar noch mehr drin gewesen, hätten die Fronties als zweites gespielt. Punkband hin oder her, die Frisur muss auf der Bühne natürlich sitzen. Also flux in die Hände gerotzt und sich die Haare gerichtet. Pfui, Falk! Was die Coverversionen des Abends angeht, kann ich mich einfach nicht entscheiden, wer den Pokal geholt hat. Front mit ihrem immer wieder geilen Herrenreiter oder doch eher Le Thargo mit ihrem Boomboom Bumerang? Letzteren Song hätten die Darmstädter als Zugabe noch Stunden spielen können und keiner wär’ nach Hause gegangen.

Hey Le Thargo, es wird mal Zeit ein paar Aufnahmen unters Volk zu bringen, ich glaube da versteckt sich der ein oder andere Mitgröhl-Hit. Aber wer so faul ist und auf die armen arbeitenden Punks im Publikum schimpft, wird das wohl so schnell nicht umsetzen. Alles in allem ein schöner Abend mit sehr unterhaltsamen Bands. Draußen beim letzten Bier wurden wir noch von Le Thargo-Haufen aufgeklärt, dass Blümchen für den internationalen Markt unter dem Namen Blossom auftrat und wir das unbedingt mal googeln müssen. Klar, das war natürlich das erste was ich tat, als ich heim kam. Und jetzt her mit den 150 Tacken! (Ist angewiesen, die 273,87 € sollten morgen auf dem Konto sein – Anmk. Redaktion)


Front: Homepage, Facebook

Le Thargo: Nix gefunden. Falls es was gibt, uns schreiben, wird dann aktualisiert

Oetinger Villa: Homepage, Facebook

Marco Capgras

Marco Capgras

Exil Darmstädter, aus dem wunderschönen Bad Offenbach geflohen. 1995 - 2012 bei der Punkband „Ungunst“ am Mikrofon, mimt er jetzt bei seiner aktuellen Band „Captain Capgras“ den großen Zampano. Zwischendurch schnappt er sich mal seine Kamera und knipst ein bißchen fürs Polytox. Das will er so lange machen, bis er die Konzertfotografie beherrscht. Somit dürfte er uns also noch sehr lange erhalten bleiben…
Marco Capgras

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