NAPOLEON SOLO – Open Chanel D

Kopenhagen 34 Jahre später


Noch nie von Napoleon Solo gehört? Ich auch nicht, ist eine Band – was der Name ja jetzt erst Mal nicht vermuten lassen würde, der ursprünglich einem Agenten in der amerikanischen Fernsehserie „The Man from U.N.C.L.E“ gehört. Und für das, was Napoleon Solo machen, braucht man sogar ein paar Musiker mehr als den handelsüblichen Vierer aus Drums, Bass und Doppelgitarre, nämlich soulig angehauchten, mit reichlich Blech unterfütterten Two-Tone-Ska. Was genau den 1984 in Kopenhagen gegründeten und von Bad-Manners-Rampensau Buster Bloodvessel entdeckten Neuner dazu bewogen hat, nach nahezu drei Jahrzehnten einen zweiten Longplayer rauszuhauen, ist nicht bekannt. Aber auch egal, denn die smarten Boys liefern mit „Open Chanel D“ ein fünfzehn Stücke starkes, kurzweiliges Album, in dem sich klassischer Spirit und modern-astreine Produktion verbinden.

Und dafür, dass der namensgebende Titelsong ein Instrumental ist, gäbe es hier einen Extrapunkt, wenn es denn welche gäbe. Einige Songs sind offensichtlich bereits auf einer der wenigen VÖs der Band enthalten (u. a. war dem ersten Album eine Debüt-EP auf Unicorn Records vorausgegangen), hier wurden sie aber neu eingespielt. So haben auch Profis und Fans, die Napoleon Solo bereits kennen, Neues für Pult und Heimdisco.


Info

Format: CD/LP & Download

Band: Homepage, Facebook
Label: Pork Pie/Jump Up Records

Tilmann Ziegenhain

Tilmann Ziegenhain

Der leicht adipöse Mittdreißiger kann von vielem etwas, aber nichts richtig und hatte damit die besten Voraussetzungen, um irgendwas mit Medien zu machen. Wenn er nicht in Mannheim als Redakteur arbeitet, studiert er in Frankfurt, lebt in Darmstadt oder fällt in seinem Geburtsort Wiesbaden rum.
Hätte er mehr Zeit, würde er gerne Sütterlin und Blues Harp lernen – oder öfter die Rüsselspringer im Zoo besuchen. Weil er aber immer noch nicht das Zehnfingersystem beherrscht, hat er keine.
Eine der letzten ungeklärten Fragen unserer Zeit ist ihm zufolge, wie Vegetarier eigentlich zu fleischfressenden Pflanzen stehen.
Nachdem er heute zum ersten Mal in der dritten Person über sich geredet hat, fragt er sich außerdem, ob es nicht Zeit für einen Künstlernamen wäre.
Tilmann Ziegenhain

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