Plastic Bomb – Interview und Verlosung

Als ich im Frühling die Plastic Bomb #103 aus dem Briefkasten fischte, drehte ich mich erstmal im Hausgang um. Wieso steckte das Heft nicht wie immer in Folie und wo ist der ganze Kladderadatsch hingekommen, der normalerweise im Heft platziert war – CD, Flyer Sticker oder anderes Gelumps. Irgendwie machte mich das unsicher. Die Wohnungstür hinter mir geschlossen, freute ich mich aber schon über das deutlich bessere Papier. „Heilandssack, endlich vernünftiges Papier“, schickten meine Fingernerven die Botschaft in mein Hirn. Bald darauf las ich, dass man ab sofort auch auf die CD verzichtet. Noch eine hervorragende Entscheidung wie ich fand. Denn diesen Rundling braucht heute niemand mehr. In Zeiten von YouTube, Bandcamp, Facebook oder wenn es wirklich sein muss auch Spotify, ist die Compact Disc fast so anachronistisch wie ein TV-Anschluss.

Damit erklärte sich mir übrigens auch, dass mir niemand etwas gezockt hatte, sondern Bombenchefin Ronja zwei bedeutende Entscheidungen gefällt hat, über die ich mehr wissen wollte. Was im Einzelnen lest ihr jetzt und am Ende wartet noch ein Abo-Verlosung auf euch!

Cover und Inhalte der aktuellen Ausgabe

Äh, wassen los, die Bombe jetzt in neuem Papier!? Wie kommt es dazu?

Also, eigentlich ist es ja ein altes Papier. Die Bombe erschien bis zur #64 auf Hochglanz, dann kam die Ära mit dem Zeitungspapier. Damals wie heute gab es viele Für- und Gegenstimmen, die aber damals wie heute keinen Einfluss auf die Entscheidung genommen haben, da wir immer unsere Gründe hatten. Bei der jüngsten Entscheidung war’s so:

Alle 3 Monate haben eine handvoll Leute mehrere Abende lang die Bombe und die CD (und früher noch den Print-Mailorder) per Hand in diese Folie gesteckt. Dafür gabs kein Geld, nur Bier und Pizza. Es wurde dann über die Jahre immer schwieriger, zum richtigen Zeitpunkt genug Leute zu mobilisieren, die ihre Freizeit für eine so stupide Arbeit opfern wollten. Und am Ende ist dann die Mailorder-Crew auf der Arbeit sitzen geblieben, um die Abholtermine halten zu können.

Die zweite Geschichte ist, dass es immer problematischer wurde, die CD-Beilage überhaupt mit Bands voll zu kriegen, die einen Song beisteuern und Geld bezahlen wollten, um die Produktion der CD überhaupt zu finanzieren.
Irgendwann ist mir der Kragen geplatzt und ich hab nach einer Lösung gesucht, das Hefte-Verpacken als Verpflichtung los zu werden. Und mit dem stabilen Papier, das keine Umverpackung (aka umweltverschmutzende Plastikfolie) mehr braucht, hab ich die andere überflüssige Umweltverschmutzung (aka CD-Beilage) gleich mit abgeschafft. Wenn Veränderung, dann richtig.

Heute wird der Zeitschriftenvertrieb direkt von der Druckerei aus beliefert, die Adresssticker für die Abo-Zines kleben wir noch selbst auf die Hefte, aber das bedarf nur einem Bruchteil der Zeit.

Die Chefin Ronja herself

Trotzdem macht ihr noch nicht das ganze Heft in Vollfarbe. Wieso denn, am Preis kann es ja nicht liegen? Der ist ja der Selbe.

Mit den lausigen 3,50 Euro, die man übrigens seit der Euro-Umstellung für die Bombe bezahlt, finanzieren wir grade mal so den Druck wie er jetzt ist. Da ist weder eine Querfinanzierung der CD-Beilage drin, noch eine Plastikfolie, noch zusätzliche Farbseiten.

Ganz im Gegenteil, ich vermute jetzt schon, dass wir längerfristig nochmal an Umfang abspecken müssen, um den Preis halten zu können, nur um das jetzt schon mal anzukündigen.

Wenn man eine CD-Beilage will, dann muss die sich selbst finanzieren, dafür bräuchten wir mehr zahlungswillige Bands.

Wenn man mehr Farbseiten will, bräuchte man mehr bezahlte Werbeanzeigen, aber auch das ist sehr schwer geworden. Wir sind ja von 32 Farbseiten auf Zeitungspapier zu 16 Farbseiten (+ Cover) beim neuen Heft runter gefahren. Und auch die sind kaum zu finanzieren. Es gibt gewaltige Preisunterschiede zwischen den Papiersorten und dem Unterschied s/w oder Farbe, zumindest bei der Auflage, die wir drucken.

Übrigens sieht’s mit Recyclingpapier genau so schlecht aus. Auch wenn ich mir das wirklich wünschen würde, ist das so unglaublich viel teurer, das ist echt nicht drin. Ich weiß, schwer vorstellbar, ist aber so.

Okay, das habe ich definitiv anders in Erinnerung. Mir haben zu Punkrock!-Zeiten verschiedene Druckereien gesagt, dass es keine Rolle mehr spielt, ob man Vollfarbe oder s/w druckt. Aber gut, kommen wir zur CD. Die habt ihr vollkommen zurecht auch abgeschafft. Neben den ganzen garstigen Problemen damit ist das doch mittlerweile ein anachronistischer Tonträger. Wird es sowas wie einen Ersatz geben?

Nö. Auch wenn die Leute immer „Flexi-Single“ brüllen. Würde ich mir auch wünschen, hätt’ ich auch Bock drauf. Aber auch da kann ich nur auf die Finanzen verweisen. Ich weiß nicht, was die Menschen denken, was man für 3,50 Euro heute noch kriegt. Bzw. kriegen kann. Vermutlich ne ganze Menge, wenn man nen Konzern im Rücken hat. Aber sicher nicht bei nem DIY-Projekt, das an ne 3-Mensch-Firma angeschlossen ist.

Und wer jetzt denkt „dann erhöht doch den Verkaufspreis“: Da haben wir natürlich auch drüber gesprochen, haben aber (berechtigte) Sorgen, dass wir dann noch weniger Zines verkaufen.

Das Printmagazin an sich ist ja genau so anachronistisch wie die CD und damit auch viel zu fragil, um da Risiken einzugehen. Die Entscheidung, die CD weg zu lassen, war natürlich auch ein Risiko. Aber ein unumgängliches, wie ich ja grade erklärt habe.

Wir hatten immer mehr Probleme, noch genug Bands zusammen zu kriegen. Also war’s in Prinzip gar nicht unsere Entscheidung, auf die CD zu verzichten, sie hat sich quasi selbst abgeschafft.

Aber wir haben uns damit auf ein finanzierbares Maß zusammen geschrumpft.

Übrigens sieht’s auch so aus, dass ich die CD-Beilage immer allein zusammen gestellt hab. Von der Band-Anfrage-Mail bis zum Presswerkkontakt, Coverlayout, Gema-Freistellung. Halb in der Freizeit, halb in der Lohnarbeit. Aber da meine Arbeit nicht weniger wird und wir mit dem Mailorder auch mega am Kämpfen sind, gab’s eigentlich eh schon kaum Kapazitäten mehr, geschweige denn die Möglichkeit, da künftig noch mehr Energie rein zu stecken.

Das Cover des aktuellen Lappen

Nun erschien die bereits zweite Ausgabe im neuen Papier und ohne CD. Wie sind die Reaktionen? Melden sich Leute und drohen das PB-Headquarter zu sprengen, weil sie den lustigen Spruch über das CD-Cover nicht mehr lesen können oder werdet ihr als der Weisheit letzter Schluss gefeiert, da ihr so weitsichtig seid? Welche Rückmeldungen bekommt ihr zu den beiden Entscheidungen?

Es gab überraschend viel Feedback. Nachdem sich die Leute jetzt Jahre lang nicht positiv zur CD-Beilage geäußert haben, ich ganz im Gegenteil immer das Gefühl hatte, dass sich Rezensent_innen und Leser_innen immer über das Teil lustig gemacht haben, war das Geheule dann doch plötzlich ganz schön groß.

Der Tonfall der geäußerten Kritik war teilweise auch ganz schön daneben. Nicht wenige Leute haben uns echt Vorwürfe gemacht, dass sie jetzt keine Möglichkeit mehr sehen, an „neue Bands“ zu kommen. Und dass die CD ja schließlich „immer da war“ und dass das gar nicht geht, dass sie jetzt nicht mehr da ist. So, als hätten sie da einen lebenslangen Anspruch drauf gepachtet.

Ich glaub auch, dass sich viele Leute gar keine Gedanken machen (wollen), wie sowas wie eine Gratis-CD überhaupt zu Stande kommt. Sie wollen einfach nur ihr Geschenk haben.

Es gab aber auch viele Leute, die sich gefreut haben, dass die CD einfach nur weg ist, weil sie in ihren Augen seit Jahren überflüssig war. Und die sich auch über unseren Mut zu dieser Entscheidung gefreut haben. Und über das fette Papier.

Von mir kommt auch ein Lob. Ne CD im digitalen Zeitalter braucht man wie ein Loch im Kopf. Vinyl und Papier haben was mit Haptik zu tun, aber eine Plastikscheibe … Ansonsten auch mal die Frage nach dem gedruckten Heft. Wieso macht ihr gedruckt weiter? Wäre es nicht einfacher und besser sich im digitalen Zeitalter auf die Homepage zu konzentrieren?

Ich selbst gehöre nach wie vor zu den Leuten, die gern ein gedrucktes Medium in der Hand halten. Fanzine, Buch, die neue Vogue (ja, wirklich). Ich bin aber auch in der Lage, mich auf einen längeren Text zu konzentrieren. Und ich hab Bock drauf, mich nicht nur von reduzierten, komprimierten Info-Spotlights blenden zu lassen, sondern mich auch mal auf was einzulassen. Ein Text, ein Bericht, ein Interview, eine Fortsetzungsgeschichte.

Es wurde ja immer wieder prophezeit, dass sich der Zeitschriftenmarkt ausdünnen wird und auf einige wichtige Sparten-Magazine begrenzen wird. Vielleicht gehören wir da einfach dazu. Vielleicht stehen da ja (neben mir) noch genug andere Leute drauf, sich zwischen all den aufploppenden Infos, Benachrichtigungen und Kurzmitteilungen auf etwas einzulassen, das in mühevoller Kleinarbeit geschaffen und zusammengetragen und dann als „Runde Sache“ zum Anfassen raus gehauen wird.

A Propos Homepage: Eure ist seit geraumer Zeit offline wegen der neuen Datenschutzverordnung. Woran hängt es denn und wann ist damit wieder zu rechnen?

Vermutlich gleichzeitig mit der Onlinestellung dieses Interviews. Wir sind fast fertig. Wir wollten die Homepage eh schon lange neu aufbauen. Und als die DSGVO in Kraft trat, dachten wir, es wäre eine gute Gelegenheit, die alte HP komplett offline zu nehmen und ein paar Tage später mit der Neuen ans Netz zu gehen, die von Anfang an den Richtlinien entspricht.

Leider hat sich das jetzt zeitlich verzögert, weil die Person, die’s machen wollte, sich um andere Dinge kümmern musste. So ist das halt mit den unbezahlten Kräften, haha.

Aber dafür sieht sie jetzt super schön aus.

Alles was das Punk-Herz begehrt

An sich ist das Plastic Bomb ja in erster Linie ein Mailorder auch wenn das Fanzine zuerst da war. Trotzdem erscheint alle drei Monate eine neue Ausgabe. Was hält euch bei der Stange?

Der alte Fanzine-Spirit. Wirklich, damit ist die Frage in Prinzip schon beantwortet. Es ist ja vollkommen klar, dass wir immer nur einen ganz kleinen Teil der aktuellen Geschehnisse in der DIY-Punk-HC-Szene thematisieren können.

Die Reviews zum Beispiel sind nur ein winziger Teil der VÖs der letzten 3 Monate. Es finden deutlich mehr Konzerte statt als die, von denen wir berichten. Es gibt mehr geile Bands als wir interviewen können. Und in meinem Leben passiert auch mehr, als ich in meinem Vorwort mitteile. Aber genau diese subjektive, auf persönlichem Geschmack basierende Selektion ist es doch, die ein Fanzine ausmacht. Angereichert mit eigener Meinung ist sowohl Unterhaltung, als auch Information, als auch Kontroverse gegeben. Und das ist doch eine coole Sache und auch irgendwie angemessen, das so kompakt und physisch in der Hand zu halten.

In dem Zusammenhang möchte ich nochmal auf den Ersatz der CD kommen. Wäre es da nicht denkbar ne dreimonatige Playlist auf der neuen Homepage anzulegen? Also, dass was im Heft nach den jeweiligen Vorwörtern steht zum Anklicken? Weil das ist ja hübsch sujektiv/fanzinelike im Gegensatz zu der CD, auf die man sich einkaufen konnte. Egal, ob das nun jemandem in der Redaktion wirklich gefiel – klar, über Idioten- und Nazischrott brauchen wir da gar nicht erst zu reden. Hm, ich mal mir die Idee halt gerade so schön aus.

Ich nenn mal zwei Möglichkeiten, über die wir auch schon innerhalb der Redaktion geredet haben:

Wenn das so ähnlich angegangen würde wie bei der CD-Beilage, also dass wir ein paar Bands anfragen, ob sie kostenlos in eine Art Playlist wollen, die wir dann „die aktuellen Bands des Monats“ oder so nennen, müssen wir uns ja wieder um das erstellen der Liste kümmern. Und (wenn wir die Songs selbst auf der Homepage hosten) um die Gema-Freistellung, die Erlaubnis vom Label usw, je nach Band. Bis dann jede Band ihren Song geschickt hat, das Formular ausgefüllt wurde usw, ist das ja genau so viel Arbeit wie früher mit der CD, und das kriegen wir/ich nicht mehr gestemmt.

Würden wir „unsere Lieblingssongs des Monats“ oder so nennen, so wie unter unseren Vorworten, wär halt auch wieder die Frage, wie man das technisch umsetzt. Songs selbst hosten zieht Gema- und Labelprobleme nach sich. Wir könnten die Songs auch in ner Youtube- oder Spotify-Playliste zusammen stellen und dann auf die Homepage verlinken, so ginge man auch der DSGVO-Problematik aus dem Weg.

Aber ich sag dir was Geileres: Wie wärs denn, wenn die Leute einfach unser Heft lesen. Und eure Homepage. Und noch ein paar andere Punkmedien. Und sich dann einfach abends mit nem Bier vor den Rechner hängen und sich in den unendlichen digitalen Weiten alles anhören, was sie beim Lesen von Interviews, Rezensionen und Konzertberichten angesprochen hat?!

Ich meine, wie weit geht denn bitte diese Konsumhaltung, wo immer alles so mundgerecht angerichtet werden muss, damit man mit dem großen Löffel alles in sich rein schlingen kann?

Ein bisschen selbst auf Entdeckertour gehen kann man schon auch, das macht Spaß und gibt einem das Gefühl, was cooles Neues für sich entdeckt zu haben. Probiert das doch einfach mal aus!

Neben dem gedruckten Heft und der momentan nicht aktiven Homepage gibt es auch noch eine Facebook-Seite. Ist es nicht ziemlich aufwändig das alles zu betreiben? Bzw. auf wie vielen Schultern sind die Aufgaben denn verteilt?

Jaaa, das ist ziemlich aufwändig und zeitintensiv. Zwischen Beruf und Freizeit verschwimmen spätestens in den digitalen Medien die Grenzen. Vor allem, weil wir immer das Gefühl haben, „nicht genug zu machen“. Es ist immer eine Entscheidung, was man „machen muss“, um überhaupt am Puls der Zeit zu bleiben und neuen Leuten überhaupt die Chance zu geben, von uns zu erfahren. Und was man bewusst auslassen will.

Beim Fanzine reichen grade um die 20 Leute ihre Beiträge ein. Das ist soweit ausreichend.

Die Struktur für das Heft schaffe ich aber alleine, unterstützt von diversen Layouter_innen und meiner Kollegin Schlossi, die die Finanzen und die Abo-Abwicklung mit mir macht. Das ist eigentlich viel zu wenig. Um eine bessere Verteilung der Zines hin zu kriegen bräuchte es eigentlich viel mehr Detailarbeit.

Auf die Fanzine-Facebook-Seite haben diverse Leute aus der Redaktion Zugriff. Sie posten Beiträge, die ihnen grade sinnvoll erscheinen, wir haben da keine Absprachen vorher, das basiert auf Vertrauen. Genau wie bei der Homepage.

Instagram machen wir in erster Linie für die Mailorder-Seite, die genau wie die Mailorder-Facebook-Seite vom Mailorder-Team bespielt wird, das sind Rob, Schlossi und ich.

Wo wir künftig noch überall „stattfinden“ wollen, müssen wir immer neu entscheiden. Das setzt voraus, das man die Leser_innen und die Kund_innen halbwegs einschätzen kann und weiß, wo man die Leute antrifft. Das kann der Plattenstand auf dem Festival sein, das Fanzine, das man bei Freunden auf dem Klo liegen sieht oder vielleicht auch bald bei Snapchat, wenn ich rausgefunden hab was das ist, haha.

Zum Schluss noch eine Frage, die meiner Meinung nach in aller Regelmäßigkeit gestellt werden muss, um den Generationenwechsel zu vereinfachen, der leider oft vernachlässigt wird: Wieso stehst du so DIY – also ich gehe mal davon aus, dass du das tust – und bringe das doch bitte in Verbindung damit ein Fanzine zu machen?

Stay DIY? Na klar, nach wie vor und so viel wie geht. Für mich heißt das zum Beispiel: Abende lang daheim sitzen und Klamotten nähen. Also, nicht unbedingt komplett nähen, aber zumindest Aufnäher drauf, Nieten dran, Ketten… Ich habe eine Buttonmaschine, mit der ich für mich und meine Freunde Buttons von Lieblingsbands mache. Ich hab da so Schüssel daheim stehen, wo die ganzen geilen Buttons drin liegen und wenn ich meinen Gästen sage „nehmt euch gern was mit“ rasten die regelmäßig aus, haha. Ich bastel auch Schmuck und sowas selbst, bzw optimiere Sachen, die ich mir gekauft habe.

Ich verbringe viel Zeit damit, mir im Internet Bands anzuhören, von denen mir Freunde erzählt haben oder von denen ich gelesen habe. Wenn mir was gut gefällt, versuche ich mir die LP zu angeln.

Ich überlege mir, welche Beiträge ich für die jeweils nächste Bombe machen könnte. Von Bands, die ich im Interview vorstellen will bis Themen, die dringend mal zu Papier gebracht werden müssen. So Texte wie das mit der „Business-Barbie“ wachsen über Tage und Wochen in meinem Kopf und wenn ich abends Zeit hab, mach ich ne Flasche Wein auf und schreib das dann nur noch aus dem Kopf runter. Dann Feinarbeit, dann fertig.

Konzerte veranstalte ich grade keine, ich bin noch traumatisiert von der Plastic Bomb Party 2017. Aber ich fahre praktisch jedes Wochenende zu Konzerten, auch wenn man da vom Pott aus fast immer ins Auto steigen muss. Ich bin neulich an nem Montag Abend für Horror Vacui (aufschreiben, anhören!) nach Gent gefahren. 230 Km hin, 230 Km zurück, Dienstag wieder zur Arbeit, normal.

Das Herz schlägt DIY – So muss das!

Für mich heißt DIY in erster Linie, von dieser elenden Konsumentenhaltung runter zu kommen. Es muss nicht immer alles vorgekaut bereit liegen, viele Sachen machen am meisten Spaß, wenn man sie sich selbst erarbeitet hat. Und jede_r kennt doch das Gefühl, wie geil es ist, wenn man ‘ne neue, geile Band entdeckt hat und allen davon erzählt. Und ein paar Wochen später hört sie der halbe Freundeskreis. Aber DU hast sie entdeckt 🙂

Ich denke, dass man nicht immer so unglaublich faul und bequem sein muss. Wenn ich schon höre, dass Leute Sonntag nicht von Duisburg bis Köln zum Konzert fahren können, weil sie sich von ihrem anstrengenden Wochenende erholen müssen, kotz ich im Kreis. Ich trinke auch gern und bleib auch gern bis zum ersten Vogelzwitscherer auf der Party. Aber ich lass mir doch keine geile Punkshow entgehen, weil ich daheim liegen und jammern muss. Nix da.


+++ GEWINNE – GEWINNE – GEWINNE +++

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Unser Interview zu Ausgabe #100

Bocky

Bocky

Aus dem Pfälzer Wald getrieben, schaffte es Bocky gerade über den Rhein bis nach Mannheim. Ende der Neunziger konnte er sich bis 2004 nicht entscheiden, ob er mit seinen Freunden lieber das Fanzine Pogo Presse veröffentlicht oder Punkkonzerte, Lesungen und Parties organisiert. Kurzerhand hängte er beides an den Nagel, um sich bald danach auf das Punkrock!-Zine zu konzentrieren. Doch nach knapp zehn Jahren und 24 Ausgaben wird dieser geile Lappen ebenfalls eingestellt. Nun markiert er erneut den Zampano aus der Asche.
Bocky
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