Red London – Symphony For The Skins

King Of The Streets

Wieso sich die Jungs aus Sunderland, eine Stadt im Nordosten Englands, Red London nennen, bleibt mir ein Rätsel, das vielleicht eine*r der Leser*innen aufklärt. Denn weder auf der Facebookseite der Band – eine Homepage gibt es nicht – noch auf der Seite des Booking, Wikipedia oder Discogs konnte ich eine Erklärung finden, oder eine weitere Quelle, die ich hätte anzapfen können. Auf eine Antwort der Band wollte ich nicht warten, weil ich nicht weiß wie schnell die sind. Dieses Album hier hat auch bloß 20 Jahre gedauert … Aber gut, ich will ehrlich sein. Dazwischen ist natürlich auch noch was passiert. Beziehungsweise ist Red London seit gut zwei Jahren wieder aktiver.

Nachdem sie 2018 vom Punkrock-Barden Attila The Stockbroker für einen Kurzauftritt angefragt wurden, dauerte es eigenen Aussagen nach nicht lange, bis das Rebellion Festival anklopfte und sie noch vor der Show von Attila in Blackpool auf der Bühne standen. Den Gig sah ich tatsächlich auch und war so gar nicht begeistert. Es war mittags und die Band wirkte nicht wirklich motiviert. Mittlerweile sehe ich das ein bisschen anders, nachdem ich nun weiß, dass das wohl die erste Show nach einer sechzehnjährigen Pause! Da kann man durchaus mal noch nicht wieder sooo souverän sein wie zuvor. Weitere Shows danach sollen jedenfalls deutlich besser als jener Auftritt beim Rebellion 2018 gewesen sein.

Noch ohne dieses Vorwissen schickte mir Mad Butcher Mike das neue Album zu und ich war von Beginn an überrascht. Da ich keine jungen Hüpfer wie Grade 2 erwartete, war ich umso erfreuter über den titelgebenden Opener. Symphony For The Skins ist nämlich gleich eine begeisternde klassische 80ies Skinhead Midtemponummer. So geht das dann auch zehnmal weiter. Dass dabei unter anderem drei ältere Songs in aktualisierter Version auftauchen, stört mich herzlich wenig – 48 Reasons, Wish The Lads Were Here, This Is England 2020. Ich freue mich stattdessen unwissend die Reunion-Show gesehen zu haben und zu hören, dass sich die Band nochmal hörbar gesteigert hat. Und wenn fucking Corona bis zur nächsten Festival-Saison eingefangen ist, dann kommen die Kerle auch zum besten Punkfestival über den Teich, dem Back To Future. Dann gibt’s melodischen Skinhead-Sound der Achtziger satt. Freut euch schonmal.


Info:

Band: Facebook

Label: Homepage, Facebook

Kaufen: Mad Butcher Records

Bocky
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