Scheisse Minnelli – Waking Up On Mistake Street

Thrashpunk-Skatecore allerfeinst

Alright die crazy guys aus Frankfurt Scheisse Minnelli legen vier Jahre nach Sorry State Of Affairs ein neues Album nach.

Alleine schon für das zustande kommen des Plattentitel haben diese Intensivspaßögel einen Preis verdient. Offenbar ging eines Nachts ein Bandmitglied nach einem Auftritt in Berlin verloren, dass den nächsten Morgen allen Ernstes in der Fehlerstraße eingesammelt werden musste. Ich hab das jetzt mal gegoogelt, die Straße geht am Friedhof an der Stubenrauchstraße vorbei. Hm, ich will gar nicht so genau wissen, was ihn dorthin verschlagen hat …

Aber darum geht es ja auch gar nicht. Beziehungsweise nicht nur. Sprich textlich bleibt man sich treu. Neben gepflegtem Flitzpiepentum in punkto Drogen- und Alkoholeskapaden, wird die Band um Oberbabbler Sam kein Jährchen älter und weiser. Recht so. Denn es macht schon Spaß die teilweise haarsträubenden Geschichten zu lesen und hören, während man gefühlt auf einem Skateboard unkontrolliert durch die Gegend rollt. Dabei geht mir diesmal der thrashige Skatepunk-Sound der Hessen diesmal besser ab denn je. Ob das jetzt an dem neuen Soundmann liegt, der auch live für Verbal Abuse oder RKL an den Reglern saß, ich weiß es nicht. Juckt mich gerade aber auch wenig, denn es mir gefällt.

Von dem Dutzend neuer Songs kann man zwei schon kennen, da Love It Or Leave It und Bedtime For Bonzo vor zwei Jahren auf der A 5th Of Skatehoven-EP erschienen sind. Na und die sozusagen Linernotes zum letzten Song Hallo Werner machen mir besondere Freude, da sie ein so schönes heile Punkrockwelt Bild vermitteln. Denn an sich ist das Lied ein Tribute an Hostages Of Ayatollahs Hallo Nachbar. Also die Band, in der der Labelverantwortliche Jacho die Finger mit im Spiel hatte. Hach, das finde ich mal so ein richtig gelungenes Ende einer wahnsinnig guten neuen 80ies Ami-HC-Punk-Scheibe.

Ach und zu guter Letzt: Jacho, danke für die Promo-CD, aber ich kaufe mir die Platte. Denn das Chaoswimmelbild auf dem Backcover möchte ich in groß. Gibt’s das irgendwo auch als Poster?


Infos:

Format: Buntes Vinyl mit Downloadcode, Digipack-CD, Download

Band: Homepage, Facebook

Label: Homepage, Facebook

Bocky

Bocky

Aus dem Pfälzer Wald getrieben, schaffte es Bocky gerade über den Rhein bis nach Mannheim. Ende der Neunziger konnte er sich bis 2004 nicht entscheiden, ob er mit seinen Freunden lieber das Fanzine Pogo Presse veröffentlicht oder Punkkonzerte, Lesungen und Parties organisiert. Kurzerhand hängte er beides an den Nagel, um sich bald danach auf das Punkrock!-Zine zu konzentrieren. Doch nach knapp zehn Jahren und 24 Ausgaben wird dieser geile Lappen ebenfalls eingestellt. Nun markiert er erneut den Zampano aus der Asche.
Bocky
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