Yellow Cap – Too Fucked To Go

Yellow Cap - Ska aus Görlitz. Datum: 20.04.2018. Fotograf: André Schulze, as-photos@gmx.de, www.as-photos.de, Tel. 0176-25420321

Zwanzig Jahre Yellow Cap! Wie ließe sich das besser feiern als mit einem neuen Album? „Too Fucked To Go“ heißt es, wie der Titelsong, der bereits im Frühjahr mit einer Singleauskopplung vorausgeschickt wurde. Das Stück beschreibt diese mysteriösen Kräfte, die wir alle kennen und die uns ein aufs andere Mal am Tresen festhalten – und schneller als man „Ska“ sagen kann, ist man auch schon nicht mehr in der Lage, nach Hause zu gehen … Doch nicht nur mit dem Partymachen kennen sich die neun Musiker um Sänger Kay nach nunmehr fünf Alben und durch ebenso viele Touren ins feierfreudige Brasilien aus – Yellow Cap transportieren mit ihrem tanzbaren Offbeat durchaus auch ernstere Themen: „Safe & Sound“ zum Beispiel ist ein klares Pro-Refugee-Statement.

Dreizehn Songs hat der – Ehrensache – größtenteils live eingespielte Longplayer, überwiegend von der schnelleren Sorte, nur ab und zu wird das Tempo in Rocksteady- und Reggae-Geschwindigkeit runtergedreht. Davon hätten die Görlitzer gerne ein paar Stücke mehr liefern können, denn auch das traditionell und jamaikanisch Angehauchte haben sie auf dem Kasten, wie das gecoverte Instrumental „Théme De Fantomas“ eindrücklich beweist. Das Jubiläumsscheibchen kommt in einem tollen Artwork aus der Feder von „Shiron the Iron“, einem brasilianischen Künstler und Freund der Band. Nicht nur der Inhalt, auch die Verpackung von „Too Fucked To Go“ ist top produziert – kommt ja auch von Pork Pie.


Info

Format: CD, LP & Download

Band: Homepage, Facebook

Label: Homepage, Facebook

Tilmann Ziegenhain

Der leicht adipöse Mittdreißiger kann von vielem etwas, aber nichts richtig und hatte damit die besten Voraussetzungen, um irgendwas mit Medien zu machen. Wenn er nicht in Mannheim als Redakteur arbeitet, studiert er in Frankfurt, lebt in Darmstadt oder fällt in seinem Geburtsort Wiesbaden rum.
Hätte er mehr Zeit, würde er gerne Sütterlin und Blues Harp lernen – oder öfter die Rüsselspringer im Zoo besuchen. Weil er aber immer noch nicht das Zehnfingersystem beherrscht, hat er keine.
Eine der letzten ungeklärten Fragen unserer Zeit ist ihm zufolge, wie Vegetarier eigentlich zu fleischfressenden Pflanzen stehen.
Nachdem er heute zum ersten Mal in der dritten Person über sich geredet hat, fragt er sich außerdem, ob es nicht Zeit für einen Künstlernamen wäre.
Tilmann Ziegenhain
Hat Dir der Beitrag gefallen? Dann tritt unserem SUPPORTERS CLUB bei und unterstütze uns bei Patreon!

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*