YELLOW CAP – Too Fucked To Go

Toller Song, blödes Format

Der reise- und tourfreudige Neuner aus dem östlichsten Winkel der Republik schenkt dem geneigten Ska-Fan mit „Too Fucked To Go“ eine neue Single. Und wenn man der Info glauben darf, ist sie auch als Appetizer für das neue Album gedacht, das Ende des Jahres kommen soll. Schön wäre es, denn der knackige, gemeinsam live eingespielte Two-Tone-Sound steht der Görlitzer Kapelle wirklich gut und ist ein willkommenes Kontrastprogramm zu ihrer leicht hippiesken letzten Single „Around The World“. Und zwar auch textlich, denn diesmal geht’s nicht um ein kosmopolitisches Statement, sondern in stilistisch passender Working-Class-Manier um das hedonistische Bekenntnis zum Saufen und Party-Machen; eben darum, „too fucked“ zu sein, um den feucht-fröhlichen Abend in der Kneipe zu einem dem Alter entsprechenden und auch sonst empfehlenswerten Zeitpunkt zu verlassen.

Gerade weil die Single erneut mit einem echt gelungenen Artwork ausgestattet wurde, schmerzt aber ein Umstand mehr als der fieseste Kater am Morgen nach Abenden wie diesen: Nämlich dass „Too Fucked To Go“ nur als Download zu haben ist und nicht in die Rille gepresst wurde – das hätte es damals, im England des Two Tone, nicht gegeben!

Offizielles Video mit Live-Mitschnitten aus dem AJZ Talschock in Chemnitz:


Info

Format: Download

Band: Facebook, Homepage

Label: Facebook, Homepage

Tilmann Ziegenhain

Tilmann Ziegenhain

Der leicht adipöse Mittdreißiger kann von vielem etwas, aber nichts richtig und hatte damit die besten Voraussetzungen, um irgendwas mit Medien zu machen. Wenn er nicht in Mannheim als Redakteur arbeitet, studiert er in Frankfurt, lebt in Darmstadt oder fällt in seinem Geburtsort Wiesbaden rum.
Hätte er mehr Zeit, würde er gerne Sütterlin und Blues Harp lernen – oder öfter die Rüsselspringer im Zoo besuchen. Weil er aber immer noch nicht das Zehnfingersystem beherrscht, hat er keine.
Eine der letzten ungeklärten Fragen unserer Zeit ist ihm zufolge, wie Vegetarier eigentlich zu fleischfressenden Pflanzen stehen.
Nachdem er heute zum ersten Mal in der dritten Person über sich geredet hat, fragt er sich außerdem, ob es nicht Zeit für einen Künstlernamen wäre.
Tilmann Ziegenhain
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